Unterschied zwischen Gassensor und Gasanalysator
Sind fastLine Gassensoren „Gassensoren“ oder eher „Gasanalysatoren“?
Der Unterschied zwischen Gassensor und Gasanalysator verschwindet zusehends. Ursprünglich, vor 20 Jahren, lieferten die NDIR Gassensoren nur ein Infrarot-Absorptionssignal. Um die Konzentration des Gases anzuzeigen, musste externe Software dieses Signal mit Messignale für Gastemperatur und ‑Druck verrechnen, eine Kalibrationskurve anbringen und eventuell sogar Korrekturen für Fremdgase anbringen. Temperatur- und Drucksensoren sowie Fremdgas waren externe Signale, welche in einem Gasanalysator zusammen verarbeitet wurden. Dies Analysatoren hatten oft auch eine Anzeige und waren typischerweise in einem 19″-Gehäuse eingebaut. Geräte die mehrere Signale miteinander verrechnen und ausgeben, wurden „Gasanalysatoren“ genannt [1].
fastLine Sensoren mit Druck- und Temperaturkorrektur
Fastline Sensoren haben die Druck- und Gastemperaturmessung integriert. Die physikalischen Konzentrationsmessungen der Druck- und Gastemperaturen werden Sample-by-Sample 200 mal in der Sekunde durchgeführt. Es sind keine externe Korrekturen mehr notwendig.
Auf spezifische Kundenanforderung können auch Beeinflussungen von Fremdgasen implementiert werden. Diese Messungen können als parallele Datenstreams live ausgelesen werden.
In diesem Sinne erfüllen fastLine Gassensoren die Definition von Gasanalysatoren, sind aber um ein vielfaches kleiner. Einzig die Anzeigeeinheit sowie Gasfilter und side-stream Pumpe müssen extern montiert werden. Wir verwenden aber weiterhin den Begriff Gassensor, da dieser in der Umgangssprache üblicher ist.
Quellen
[1] T. Singh, U. Bonne, Gas Sensors, Reference Module in Materials Science and Materials Engineering, Elsevier, 2017